Kategorie: Literatur

Neujahrs-Bote

„Wohnt hier der Herr Beamte Schumkow?“ ertönte eine Kinderstimme auf der Treppe. „Hier, Väterchen, hier!“ antwortete Mawra und ließ den Gast eintreten. – „Wer ist da? Wer?“, rief Wassja, von seinem Platz aufspringend und ins Vorzimmer...

„vollkommen“

„Mit Erstaunen bemerkte Aschenbach, daß der Knabe vollkommen schön war.“ – Ein berühmt gewordener Satz aus Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“, von verschiedenen Schriftstellern immer wieder zitiert, wenn ihnen einen ähnliche Begegnung...

Tod im Fluss

Wie Josef Holub war auch Josef Mühlberger ein Schriftsteller aus der Tschechoslowakei, der später nach Deutschland emigrierte. Und wie Holub befasste er sich auch – neben vielen anderen Themen – mit den seelischen Befindlichkeiten...

Bücher

Im Zimmer des Kindes war Licht – natürlich, Foncho las ja immer bis spät in die Nacht! Doña Lukrezia klopfte und trat ein: »Alfonsito!« Im gelblichen Lichtkegel der kleinen Nachttischlampe tauchte erschreckt ein kleines Engelsgesicht...

Non Angli, sed angeli

A propos Pagen: Auch der Engel ist nicht selten ein hübscher Knabe oder wird als solcher gezeichnet, als „einer von den schlanken Pagen Gottes“, wie Hugo von Hofmannsthal sich ausdrückt („Gerechtigkeit“ – 1893). Seit...

Peter Altenberg und die Patek-Uhr

Die altehrwürdige Genfer Uhrenmanufaktur Patek-Philippe verweist gern darauf, dass ihre hochwertigen Produkte Begleiter über Generationen sind. Und so sieht man denn in den Anzeigen und Werbefilmen (Patek Philippe Generations Campaign) immer wieder Väter und...

Das junge Genie – Giotto, Tizian und andere Malerknaben

Der Maler Giotto di Bondone, der 1266 geboren wurde, soll als zeichnender Hirtenknabe entdeckt worden sein. So überliefert es Giorgio Vasari in seiner 1581 entstandenen Beschreibung der herausragendsten Architekten, Maler und Bildhauer Italiens; er...

Bild-schön

Täglich um halb acht Uhr trabte Ferdinand, den wachsledernen Schulranzen auf dem Rücken, durch die enge, schlecht gepflasterte Nagelgasse mit ihren Läden und Schaufensterkulissen. Eines Tages gingen ihm vor so einem Schaufenster auf besondere...

Das Wunderkind

„Es ist nun lange, wohl fast vierzig Jahre her, daß sie in unsere kleine Stadt einzogen. Wir standen am Bahnhof, tuschelten und reckten die Hälse. Eine unmäßig dicke, weißgekleidete Dame mit wippendem Federhut, augenscheinlich...

Idolino

Als er den Knabenjahren beinahe entwachsen war, hätte er Bildhauern zum Modelle dienen können, so vollendet schön waren seine Formen. In den schönen Körper hatte die Natur eine Seele gepflanzt, die ganz ihrer Hülle...